Die etwas andere Reportageseite  
 
 
     
Freigeist im All
   

 

Freigeist ist eine Berliner Ska/Punkrockband aus Berlin. Beim ersten mal als ich bei einem Auftritt von ihnen dabei war, das war am 07.10.06 im Horn in Köpenick, bestand die Band noch aus der Sängerin Teresa, den beiden Gitarristen Sven und Steffen, dem Bassisten
Ronny Ronsen und dem Schlagzeuger Johannes. Als ich sie das nächste mal im all am 02.12.06 sah war die Konstellation etwas anders. Beim Interview was ich die Ehre hatte mit ihnen zu führen, waren nur noch Johannes, Steffen, Sven und Teresa anwesend. Auch beim Konzert kurz davor glänzte Ronny Ronsen mit Abwesenheit. Darüber und noch über einiges mehr redeten Freigeist mit Leo, Olli und mir.

Wir: Ihr seit also Freigeist aus Berlin. Seit wann gibt es euch denn. Erzählt mal was von der Bandgeschichte?
Steffen: Von unserm Anfang mmh. Wann haben wir angefangen?
Johannes: 2005 glaub ich war das.
Steffen: Genau. Und zwar aus einfach dem Bock heraus zu Spielen und das waren damals nur zwei Gitarren und ein Schlagzeug
Johannes: Ja. Das waren Sven Steffen und ich. Wir wollten einfach ein bisschen Musik machen. Wollten wir schon immer mal machen und haben dann einfach mal angefangen. Sind dann in den Musikbunker. Für 25 Euro die Stunde haben wir uns einen Proberaum Gemietet und das war eigentlich sehr amüsant und da Dachten wir da müssen wir mehr draus machen. Sind ja fast zwei Jahre schon oder?
Steffen: Zwei Jahre? Nee
Johannes: Na gut anderthalb
Steffen: Ja anderthalb kommt gut hin. Kommt gut hin.
Wir: (zu Johannes) bist du denn erst durch die Band Schlagzeuger geworden?
Johannes: Nee ich hab vorher schon Schlagzeug gespielt.
Steffen: Hat zufiel Kräfte gehabt und da musst er sich abreagiern.
Johannes: Ich hab ein halbes Jahr vorher angefangen und dann halt auch in der Band.
Steffen: Fing eigentlich damit an, dass ich mal Klassikgitarre gelernt habe. Dan hab ich durch Zufall eine E-Gitarre von meinem Nachbarn bekommen. Johannes hat währenddessen mit dem Schlagzeug angefangen. Dann haben wir uns mal gedacht lass uns mal was zusammen machen. Einfach mal was zusammen klimpern. Zwischendrin kam dann Sven dazu, der hat dann irgendwie anfangs bei mir Gitarre Gelernt, merkte dann das ich das nicht so richtig hingekriegt hab und hat dann Unterricht genommen. Und nachdem er dann auch so gut drauf war haben wir gesagt, lass uns mal zu dritt dahin gehen und Sven hat dann denn Bunker ausfindig gemacht. Da haben wir dann einfach angefangen. Und dann. Wann war das? Mai oder April kam dann Tesa dazu. Wann war das Tesa? Mai oder April?
Tesa: Ja
Steffen: Ja. Einfach mal ja sagen. Dann hatten wir auch eine Basser: Ronny Ronsen. Der hatte dann auch vor ein zwei Monaten noch mitgemacht. Hatte dann aber keine Zeit mehr gehabt und seitdem sind wir ohne Basser. Und machen eigentlich so unser Ding. Was Kann man eigentlich noch dazu sagen? Warum red ich eigentlich immer? Ich merke ich mach jetzt hier ein Solo.
Wir: Und du Tesa wie bist du dazu gekommen? Durch Johannes?
Tesa: Joa. Also es war so sie brauchten eine Sängerin und ich war früher halt mal im Chor.
Wir: Im Kirchenchor?
Tesa: Ne im Schulchor. Ich kam halt dazu, es funktionierte alles und seitdem bin ich jetzt dabei.
Wir: Wie seit ihr eigentlich auf den Namen Freigeist gekommen?
Tesa: Wir wollten einen witzigen Namen haben und da sind wir erst auf „Die Erziehungsberechtigten“ gekommen. Der Name hat uns dann aber irgendwann nicht mehr gefallen. Wir wollten einen Namen der originell ist und der zeigt das wir nicht nur im Spaß einzuordnen sind und unser Schlagzeuger Johannes ist dann im Endeffekt auf Freigeist gekommen was ganz gut zu unserer Musik passt weil wir ... Ja was weiß ich wir machen so Punk, Rock, Ska, Popmix. Ja so würde ich’s bezeichnen. Ist jetzt eben nicht eine Sparte. Wir machen das was wir wollen und was uns Spaß macht. Dadurch sind wir halt auf den Namen Freigeist gekommen weil ein Freigeist sich eben nicht unterordnet. Wir machen jetzt nicht philosophische Musik wie man denken könnte sondern einfach Spaßmucke.
Wir: Wie Habt ihr es eigentlich am Anfang geschafft vor Publikum zu spielen?
Johannes: Also unser erster auftritt war im Café in Köpenik. Da Kamen direkt mal 160 Leute. Vor allem unsere ganzen Freunde. Das war echt krass. Hat unser damaliger Bassist organisiert. Wir wissen aber nicht wie er da ran gekommen ist. Wahrscheinlich durch irgendwelche Connections. Wir haben zum teil sehr krass verkackt aber es war sehr lustig.
Tesa: Es War total toll.
Johannes: War auf jeden fall alles sehr spannend. Und da haben wir uns weiter so umgekuckt. Haben neue Bands kennen gelernt, Kontakte geknüpft per E-Mail, per Internet. Heute im All hab ich einfach mal ne anfrage geschickt ob wir mal spielen können. Meinten sie: Na klar. Kommt einfach mal. Man muss sich einfach kümmern. Das dauert man muss sich zwanzig Leute untern Nagel greifen und einer davon sagt dann zu, so nach dem Motto.
Wir: Gibt es Orte wo ihr gespielt habt, und die ihr besonders gut fandet?
Tesa: Wir sind mal im Horn aufgetreten. In Köpenick. Wie viele Leute waren da?
Johannes: So hundertsechzig
Tesa: Ja so an die dreihundert Leute.
Steffen: Ja Ja so an die fünfhundert werdens schon gewesen sein.
Und dann haben wir auch mal in der alten Feuerwache gespielt. Da hat die Hälfte der Bands abgesagt und die haben auch voll wenig Werbung gemacht, es kamen total wenig Leute aber die, die da waren sind richtig abgegangen und es hat richtig spaß gemacht.
Wir: Ihr covert ja ein paar Ärzte Songs. Wer von euch ist denn Fan?
Tesa: Eigentlich alle durch die Bank weg.
Wir: Was macht ihr eigentlich im wahren Leben?
Johannes: Also ich mach ne Ausbildung bei Vattenfall.
Tesa: Ich studiere deutsch.
Johannes: Und Steffen ist arbeitslos.
Steffen: Ja also ich studiere Mathe.
Johannes: Ja also arbeitslos
Sven: Ich mach Zivildienst im Krankenhaus. Und das ist sehr toll. Sind viele alte Leute viele kranke Leute da.
Wir: Und wie fandet ihr den Abend?
Johannes: Also ich fand ihn für mich eigentlich gut. Hab mich nicht ganz so wohl am Schlagzeug gefühlt aber bin mit meiner Leistung selber so ganz zufrieden. Vom Publikum selber krieg ich aber ziemlich wenig mit weil ich immer ziemlich konzentriert bin und nicht so die Sicht habe. Denk aber schon das hier einige ihren spaß hatten und denk mal darauf kommt es an. Ja ist natürlich ausbaufähig. Man kann da noch einiges besser machen. Da geht schon einiges.
Tesa: Es macht uns spaß das ist die Hauptsache.
Johannes: Ja genau also ich hatte meinen spaß.
Tesa: Ja ich auch. Hauptsache das Publikum geht ab und das hat’s gemacht und wir hatten unseren spaß.
Sven: Ja ich fand es auch sehr schön die andere band die nach uns gespielt hat war auch toll.(die Blumentopferde). Hat sehr viel spaß gemacht auch danach noch abzugehen und sonst war eigentlich ganz nett.
Steffen: Jo mir hat es auch spaß gemacht aber was ich noch beeindruckend finde ist das einige Leute schon mitsingen oder die Melodien nachsummen. Das fand ich schon beeindruckend. Hab schon gedacht jetzt kannste aufhören jetzt machen die im Publikum weiter. War so ganz cool. Blumentopferde ja die spielen grad noch aber so rocken die ganz schön und mir gefällt der Abend eigentlich immer noch.

Johannes: Eins noch und zwar möchte ich mich bedanken bei unserm Photo- und Presseteam. Einmal dem Olli an der Kamera, dem Leo für die Photos, dem Dominique der das Interview geführt hat und natürlich unseren Fans.